Filmtipp: „Mein Wille geschehe“


In unserer Reihe mit Filmtipps, schreibt heute Michael Ziegert, Geschäftsführer unseres Vereins. Wenn Sie auch Anregungen zu Filmen oder Büchern haben, die sich mit Sterben, Abschied und Tod befassen, so schreiben Sie gerne an: newsletter@sibilla-hospiz.de.


„Wir sind nicht dafür zuständig, dass er auf Teufel komm raus überlebt“, sagt ein Intensivmediziner in diesem Film. Aber was will der Patient, die Patientin denn, wenn eine Krankheit übermächtig wird?
Dieser Frage geht der Film „Mein Wille geschehe – Wie weit geht die moderne Medizin“ nach, der im Rahmen der ZDF-Reihe „37 Grad“ veröffentlicht wurde und nun in der Mediathek verfügbar ist. Gezeigt werden ein ALS-Patient mit seiner Ehefrau und der eingangs genannte Intensivmediziner. Beide haben sich täglich mit der Frage auseinanderzusetzen: Was wäre sein / ihr Wunsch in dieser Situation?

Es geht in diesem sachlichen und zugleich anrührenden Film nicht um Sterbehilfe sondern um die Frage, wie man in einer zunehmend technisierten Medizinwelt mit lebenserhaltenden Maßnahmen umgeht.

„Für den Patienten muss die Entscheidung richtig sein. Der Patient muss mit der Entscheidung, die er getroffen hat, – so lange wie der dann noch hat – leben können.“, sagt der Intensiv-Mediziner.

Es läuft darauf hinaus: Es fällt uns schwer, als gesunde Menschen, sich mit dem eigenen Tod auseinanderzusetzen. Aber wir können jederzeit in eine Situation geraten, in der dieser unser Wille klar sein muss, auch und gerade wenn man ihn dann selbst nicht mehr äußern kann.

Was man also unbedingt tun sollte: eine Patientenverfügung festlegen. Dazu gibt es keinen Standard, aber die unten verlinkte kostenlose Broschüre des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz ist durchaus zu empfehlen:

Film: Mein Wille geschehe

Broschüre Patientenverfügung

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