Unser Leitbild – Die Sibilla-Idee


Wer sind wir?

Wir sind ein unabhängiges stationäres Hospiz. Der gemeinnützige Sibilla-Hospiz-Verein in Hennef ist unser Träger. Wir begleiten Menschen in der letzten Lebensphase, die unheilbar erkrankt sind.
Wer zu uns kommt, ist unser Gast. Wir sehen ihn als wertvollen Schatz, reich an Lebenserfahrung. Er ist uns auf dem Weg zum Ende des Lebens ein wesentliches Stück voraus. Wir begleiten die Wandlung im Sterben, im Tod und darüber hinaus ganz individuell.

Jeder Gast erfährt die gleiche respektvolle Zuwendung, unabhängig von seinem Glauben, seiner Weltanschauung, seinem Alter, dem Geschlecht, seinen finanziellen Möglichkeiten sowie seiner Herkunft.

Die palliativmedizinische Behandlung erfolgt durch den Arzt, den unser Gast wählt. Unsere haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen sind speziell geschult. Das Ehrenamt ist eine wesentliche Säule unserer Arbeit.
Wir sind eine von den Kassen finanzierte Pflegeinrichtung. Für einen Teil unserer Leistungen müssen wir selbst aufkommen. Deshalb sind wir auf Spenden angewiesen.

Das Sibilla Hospiz hat seine Wurzeln im ersten konfessionell unabhängigen, stationären Hospiz in Deutschland, einem Pionierprojekt, das 1989 In Lohmar-Deesem von Josef und Sibilla Brombach zusammen mit einem gemeinnützigen Verein gegründet wurde.

Wir sind Teil der weltweiten Hospizbewegung. Dementsprechend betreuen wir den letzten Lebensabschnitt im Einklang mit geltenden nationalen und internationalen Vereinbarungen zur palliativen Begleitung.

Was machen wir?

Jeder Mensch ist Teil der Natur. Sterben gehört zum Leben. Wir haben eine ganzheitliche Sicht auf das Leben, die die Wechselwirkung von allem mit allem im Auge hat. Das bedingt einen verantwortungsbewussten Umgang mit dem Leben, der Natur und jedem, der uns anvertraut ist.

In einer besonderen Atmosphäre von Wertschätzung genießen unsere Gäste palliativmedizinische Begleitung sowie eine fachkundige palliative Pflege auf dem aktuellen Stand der Entwicklung.

Hinzu kommen die psychologische und soziale Begleitung ebenso wie ein weit gefächertes Angebot an individuellem, spirituellem Beistand auf Wunsch.

Unsere Mitarbeiter*innen unterstützen sich gegenseitig. Bei uns arbeiten unterschiedliche Fachkräfte im Team zusammen. Alle haben eine Zusatzausbildung in palliativer Begleitung. Eine wertvolle Säule unserer Arbeit sind die ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen.

Wir umsorgen unsere lebensbedrohlich erkrankten Gäste, Angehörige und Nahestehende an den Grenzen des Lebens phantasievoll, einfühlsam und wertschätzend. Transparenz auf allen Ebenen ist uns ein Anliegen.

Eine tragfähige, vertrauensvolle Beziehung zu unserem Gast sehen wir als Grundlage unserer Hospiz-Arbeit. Wir richten uns in allen Belangen nach den Bedürfnissen unserer Gäste. Gemeinsam entwickeln wir individuelle Lösungen in Grenzsituationen.

Wir bejahen das Leben. Sowohl eine nicht gewollte Lebensverlängerung als auch aktive Sterbehilfe schließen wir aus.

Wie begleiten wir?

Das Sibilla Hospiz ist nicht nur ein Gebäude. Es verkörpert eine ethische Grundhaltung. Wir wahren die persönliche Würde unserer Gäste, respektieren die Freiheit des Willens jedes Einzelnen und sorgen für das Wohlbefinden der uns Anvertrauten sowie der Menschen, die ihnen nahestehen.

Mit seinen Gärten ist das Hospiz eine Oase der Schönheit und des Friedens. In diesem geschützten, lebendigen Ort begegnen wir einander. Wir teilen Augenblicke miteinander, die wertvoller sind als die Zeit.

Jeder Lebensweg ist anders und besonders. Jeder Mensch ist einzigartig. Wir sind mit ganzem Herzen bei denen, die gehen, und ihren Nahestehenden.

Wir begegnen der Angst mit Vertrauen.

Wir begleiten den Abschied vom Leben fachkompetent, mitfühlend und humorvoll.

Wir unterstützen. Unsere Gäste weisen den Weg.

Wir begleiten Angehörige und Nahestehende beim Abschiednehmen und in der Trauer.

 

(Fassung vom 16.4.2020)